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November 2016
2017-10-04T14:40:29+00:00

Du verbringst deine Zeit am liebsten in der Stadt auf dem Brett, doch der Winter macht die meisten Spots leider unskatebar? Schnapp dir ein Snowboard – damit geht in der Stadt auch einiges. Das richtige Setup verrät dir dieser Guide!

Snowboards für Skateboarder | Empfehlungen für Park & Street

Snowboarding hat schon lange den Weg vom Berg in die Stadt geschafft und viele Skateboarder wollen auch im Winter den urbanen Raum erkunden und Spots abchecken. Ob Slides auf Ledges und Handrails, Jibben genannt, Gaps oder natürliche Kicker – in beinahe jeder Stadt finden sich gute Spots für Street Snowboarder.

Dabei ist das richtige Snowboard für Freestyle Tricks sowie die passenden Snowboard Boots und die richtige Snowboard Bindung für Street Einsätze ausschlaggebend. Mit diesem Guide stellst du dir das perfekte Snowboard Set-Up für die Straße zusammen, um das Skate-Feeling auch im Winter zu genießen: Keep it on the Streets!

Wenn du noch am Anfang stehst und nicht richtig weißt, welches Snowboard für dich passend ist, hilft dir unser Snowboard Beginner Guide.

Snowboard | Empfehlungen für Park & Street

Snowboarding für Skateboarder | Boards

Eigenschaften des Snowboards:

Länge: Kurz

Flex: Soft

Shape: Twin

Profil: Flat oder Rocker

Länge und Flex:

Street Snowboarding kommt dem Skateboard Feeling im Winter am nächsten und dafür sind vor allem Freestyle Snowboards angesagt. Diese Bretter werden kürzer gefahren und sind somit wendiger und verspielter. Damit kommst du besser auf Rails und bewältigst Stairsets mit schnellen 360 Spins.

Die Faustregel, dass dein Brett bis zum Kinn gehen muss, kannst du hier streichen. Eine richtige Regel gibt es zwar nicht, grundlegend ist beim Street Snowboarding aber zu beobachten, dass die Boards meist bis zur Brust oder kurz darüber reichen.

Die richtige Länge für dich musst du also selbst finden. Da für Street Snowboarding Agilität, Pop und Drehfreudigkeit wichtig sind, bieten sich kurze Snowboards mit viel Flex an.

Profil:

Beim Vorspannungsprofil sieht die Sache schon anders aus. Gab es früher beinahe nur Snowboards mit Camber Profil, haben sich heute verschiedene Typen entwickelt, die jeweils Vor- und Nachteile für bestimmte Einsatzgebiete haben. Im Freestylebereich bietet sich ein Rocker Profil oder ein Flat Profil an:

Snowboard für Skateboarder Guide Flat Profil

Snowboards mit Flat Profil liegen, wie der Name vermuten lässt, flach auf. Der Kontaktpunkt ist daher sehr flächig und eben. Dadurch liegt das Board beim Sliden gut auf dem Rail und auch für schnelle Anfahrten, also Inruns, bietet dieses Profil genügend Stabilität. Durch die geringe Vorspannung ist allerdings etwas mehr Kraft gefragt, um das Snowboard zu drehen oder zu poppen.

Snowboard für Skateboarder Guide Rocker Profil

Rocker Profile sind mittlerweile fester Bestandteil des Snowboard Marktes und bezeichnen im Grunde ein Reversed Camber Profil. Der Kontaktpunk liegt zwischen den Bindungen, was zu einer hohen Drehfreudigkeit führt. Je stärker der Rocker, desto verspielter ist das Snowboard insgesamt. Gerade für Nose- und Tailpresses, Spins sowie Butters ist dieses Profil von Vorteil.

Shape:

Im Street Snowboarding wird viel gespint, gejibbt und to fakie gelandet. Da bietet es sich an einen Shape zu fahren, mit dem du sowohl rückwärts als auch vorwärts gleichermaßen landen kannst. Daher sind für Freestyle Einsätze Twin Shapes die bevorzugte Wahl.

Snowboard für Skateboarder Guide Twin Shape

True Twin:

Besonders für den Anfang bietet sich ein True Twin Shape an, da diese Boards an Nose wie Tail identisch sind. So bleibt die Kraftübertragung und das Fahrverhalten gleich, egal, ob du switch oder regular unterwegs bist. Doch auch ein Directional Twin oder ein Asymmetrisches Twin kommen im Street Snowboarding zum Einsatz.

Directional Twin:

Der Unterschied zwischen True Twin und Directional Twin liegt in der Position der Inserts, also der Schraubeneinsätze auf dem Board, die etwas nach hinten versetzt sind. Dadurch kommt es zu einem Setback der Bindung, was das Anheben der Nose erleichtert, also den Float verbessert.

Asym Twin:

Schon mal bemerkt, dass Linkskurven, also Frontside Turns über die Heelkante deutlich schwerer sind? Bei einem Asymmetrischen Twin Shape wird dem durch angepasste Radien der Zehen- (Toe) und Fersenkante (Heel) begegnet. So wird es einfacher, die Fersenkante zu belasten und Turns gehen besser aus der Hüfte! Goofy-Fahrer brauchen hier allerdings eine andere Board Variante als Snowboarder, die Regular unterwegs sind, da immer die Frontside Kante durch den Shape begünstigt werden soll. Ansonsten sind Asym Twins wie True Twins gebaut.

Bist du schon gehyped? Dann check mal, wie Street Snowboarding aussehen kann. Unten findest du noch mehr Infos zu Snowboard Boots und Bindungen!

Tipp:

Um nicht auf Box und Rail hängen zu bleiben, ist es hilfreich vor dem Sprung aufs Rail die Kanten abzuschleifen. So gut Kantenhalt in der Pipe und beim Carven ist, beim Jibben kann er dir zum Nachteil gereichen und fiese Slams verursachen.

Also Feile raus und die Kante mit vorsichtigen und gleichmäßigen Bewegungen, die vom Board wegführen, rundschleifen! Hier ist es wichtig, eine Feile mit feinem Profil zu benutzen, um die Kanten nicht übermäßig abzutragen. Eine gut gewachste Base kann auch nicht schaden, wenn du Hang-Ups vermeiden willst.

Wenn es dann doch wieder auf den Berg gehen soll und lange Abfahrten anstehen, kannst du deine Kanten mit einem Edge Tuner Tool, also einem Kantenschleifer, auch wieder schärfen. Denk aber daran, dass dieser Prozess nicht endlos funktioniert, da das Material irgendwann abgetragen ist.

Die Top Brands für Freestyle Snowboards im skatedeluxe Onlineshop sind Yes, Gnu, Bataleon, Lobster, Salomon und Lib Tech.

 

Snowboard Bindung | Empfehlungen für Park & Street

Snowboarding für Skateboarder | Bindungen

Eigenschaften der Snowboard Bindung:

Flex:Soft bis Medium


Flex:

Die Snowboard Bindung ist für das Snowboard so wichtig, wie die Achse beim Skateboard und der direkte Kontakt zwischen Fahrer und Brett. Hierüber steuerst du die Bewegungen deines Snowboards, womit die Bindung im wahrsten Sinne Dreh- und Angelpunkt für dein Riding ist.

Im Street Snowboarding liegt der Fokus wie beim Street Skateboarding auf Gaps, Spins und Slides. Bewegungsfreiheit ist also das A und O. Dementsprechend bietet es sich an, eine weiche und somit flexible Bindung zu fahren. Der Flex deiner Bindung hängt maßgeblich vom Highback, dem Rückgrat deiner Bindung, ab und das sollte für viel Spielraum weich sein. Für genügend Halt sorgen die Straps, die dich und deine Snowboard Boots fest in der Bindung halten.

Now – Bindungen mit Skate-Tech:

Eine Besonderheit stellen Now Bindungen mit Skate-Tech dar. Der Skateboard Bezug steckt hier schon im Namen, denn die revolutionäre Brand hat es sich zur Aufgabe gemacht, echtes Skateboard Feeling in den Schnee zu bringen. Erreicht wird das durch eine innovative Herangehensweise an die Verbindung zwischen Baseplate und Board.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Bindungen ist die Baseplate bei Now durch eine Art Kingpin mit dem Board verbunden. So wird die Kraft über jeweils zwei austauschbare Bushings an die Fronstidekante oder die Backsidekante weitergegeben. Der Druck wird so direkter als bei herkömmlichen Bindungen auf die Kanten gegeben und du bekommst ein freieres Lenkgefühl. Mehr Skateboard Feeling geht kaum. Die Yes-Gründer DCP, Romain De Marchi und JP Solberg schwören darauf! Wer Yes Snowboards kennt, weiß, dass Freestyle dort ganz groß geschrieben wird.

Die Top Brands für Freestyle Bindungen im skatedeluxe Onlineshop sind Now, Union und Salomon.

 

Snowboard Boots | Empfehlungen für Park & Street

Snowboarding für Skateboarder | Boots

Eigenschaften der Snowboard Boots:

Flex: Soft bis Medium

Schnürung: Variabel


Flex:

Neben der Snowboard Bindung sollten auch die Snowboard Boots zum Street Snowboarden weich sein, also viel Flex haben. Das bringt dir mehr Beweglichkeit, da der Boot verformbar ist. Das bedeutet natürlich nicht, dass du locker im Schuh sitzen solltest.

Genau wie beim Skateboarden brauchst du einen Schuh, der dir Halt gibt, aber deine Beweglichkeit unterstützt. Im Sommer wählst du auch lieber einen Skateschuh als einen Wanderschuh.

Gerade beim Jibben ist es sinnvoll, mehr Bewegungsfreiheit zu haben und nicht bombenfest im Boot gefangen zu sein. Vor allem Presses, Butters und Lipslides erfordern Spielraum, um deine Füße leicht tweaken, also eindrehen, zu können. Ein Boot mit mehr Steifigkeit hingegen ist vorrangig zum Carven oder im Big Mountain Bereich sinnvoll, um eine direkte Kraftübertragung aufs Snowboard zu bekommen.

Die Top Brands für Freestyle Boots im skatedeluxe Onlineshop sind ThirtyTwo, Deeluxe, Salomon und Vans.

 

Liegt zum Snowboarden zu wenig Schnee, aber du hast trotzdem Sehnsucht nach einer kleinen Session an deiner Lieblings-Ledge, gibt es noch die Möglichkeit, auf Snowskates von Ambition und Apex auszuweichen.

Diese Decks bestehen wie ein normales Skateboard im Kern aus Ahornschichten, nur dass diese hier mit einer speziellen Epoxidharzformel verleimt wurden. Damit kannst du auch im tiefsten Winter Kickflips landen oder einfach mit deinen Freunden durch die Stadt ziehen und neue Spots entdecken.

Falls du noch mehr über Snowboarding und die einzelnen Komponenten wie Boards, Bindungen und Boots erfahren willst, wirf einen Blick ins skatedeluxe Snowboard Wiki. Dort bekommst du die geballte Ladung Snowboard-Knowledge und alle Infos zu den verschiedenen Teilen eines Snowboards.

Unser Kundenservice steht dir bei der Auswahl des passenden Snowboard Set-Ups auch jederzeit mit Rat und Tat zur Seite!


Stelle jetzt dein individuelles Snowboard-Setup im Konfigurator zusammen!

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"When the going gets weird, the weird turn pro!" - H.S.T.