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Warum wir keine Blank Decks verkaufen

Vielleicht hast du dich das schon einmal gefragt, oder wolltest uns die Frage schon immer stellen: “Warum kann man bei euch eigentlich keine Blank Decks kaufen?”. Ist doch schließlich auch nur Holz und irgendwann wird ein neues Deck sowieso unumgänglich. Im ersten Gedankengang klingt das alles nachvollziehbar, doch wenn man mal über den Tellerrand blickt, hängt an den Skateboard Decks von Brands weitaus mehr als ein schickes Design.

Daher Willkommen zu unserem Guide:
„Warum du bei uns keine Blank Skateboard Decks bekommst“

1. Von Skateboardern für Skateboarder

Fangen wir mal beim Urschleim an. Während vor einer ganzen Weile die ein oder andere Firma nicht von Leuten aus der Szene dirigiert wurde, werden viele Deck Brands mittlerweile von Skateboardern geführt. Also handelt es sich hier in der Regel um Pros, deren Knochen einen 8-Stunden-Tag auf dem Brett nicht mehr ganz mitmachen wollen, die aber ihre Liebe zum Skateboarding mit zunehmenden Alter nicht aufgeben wollen. Oder eine Crew ambitionierter Skateboarder beschließt für die Produkte, mit denen sie Tag ein Tag aus auf die Straße geht, selbst verantwortlich zu sein.

Diese Brands produzieren Skateboard Decks. Klingt simpel, aber da hängt eine ganze Ecke mehr dran, als man vermuten mag. Von der Zusammenarbeit mit Woodshops, die verschiedenste Shapes und Technologien für die Decks zaubern, bis hin zur Kooperation mit Designern und anderen Künstlern, steckt eine Menge Arbeit und Herzblut in jedem Brett. Dein Deck hat also schon einiges erlebt, bevor es über den Skateshop deines Vertrauens in deinen Händen landet.

2. Dein Brett, des anderen täglich Brot

Aber bei dir hört der Kreislauf der Skateboardkultur und -industrie nicht auf! Wusstest du, dass Pros oft für verkaufte Pro Modelle Abschläge vom Gewinn bekommen? Das bedeutet, dass du mit gekauften Pro Decks dem Jeweiligen die Chance gibst, seine Karriere im Skateboarding weiterhin verfolgen zu können.

Auch die Team Modelle von Deck Brands haben einen positiven Einfluss auf unsere Szene, denn durch deren Verkauf wird unter anderem finanziell ermöglicht, dass Events wie Contests oder Demos stattfinden. Außerdem können so Teams auf Tour gehen und Videos produzieren, die du dir dann reinziehen kannst, um dich für die nächste Session zu hypen.

Selbst wenn du dich partout nicht damit anfreunden kannst, große US Brands zu supporten, gibt es noch eine ganze Menge kleinerer Firmen aus der Region, die ihre Sache sehr ernst nehmen und die es Wert sind ausgecheckt zu werden. Gerade durch diese Labels kann Newcomern die Möglichkeit gegeben werden sich ein Standbein im Skateboarding aufzubauen, wodurch die Szene weiter gepusht und vielfältiger wird.

Natürlich hat man gerade in den Anfangsjahren einen ziemlichen Verschleiß an Boards und in der Regel das fehlende Taschengeld, um sich ständig neue Decks zu kaufen. Die Situation kennen bestimmt einige. Niemand macht hier einen Vorwurf, wenn du beim Skateshop deines Vertrauens dir hin und wieder ein Blank Deck holst.

Auch für die, die ihre Bretter gerne selbst gestalten sind Blank Decks eine verdammt coole Sache. Wer sich kreativ an seinem liebsten Stück Holz auslassen will und daher eine geeignete Leinwand benötigt, soll sich gerne eine blanke Planke schnappen.

3. Keep Skateboarding alive!

Machen wir mal ein kleines Gedankenspiel. Stell dir vor, professionelle Skateboarder müssten nebenher noch Vollzeit arbeiten und für ihre Trips komplett selbst aufkommen. Filmer und Fotografen hätten vermutlich ziemlich viel Freizeit. Die Mags, die du checkst wenn du gerade auf dem Topf sitzt, – ob online oder analog – würden mit Sicherheit bald von der Oberfläche verschwinden. Auch deine Insta und Facebook Feeds wären sicher weniger unterhaltsam…


Nun lass uns mal vollkommen übertreiben und annehmen jeder würde nur noch Blank Decks fahren. Professionell Skateboard zu fahren und davon leben zu können, wäre mit Sicherheit ziemlich schwierig, da das Gehalt am Monatsende recht dünn ausfallen dürfte. Auch von diversen Events, immer besser werdender Footage und diversen Mags dürften wir uns aller Wahrscheinlichkeit nach verabschieden. Die Frage ist: Wollen wir das? Und mal ehrlich, wie nervig wäre es sein Brett im Park zwischen den ganzen Blank Decks zu suchen?

Fazit

Unsere Skatekultur/-szene würde vermutlich zusammenfallen wie ein Kartenhaus, dem man das Fundament entzieht. In diesem Falle: Decks! Mit Farbe, Grafik, Logos und Charakter. Unsere Kultur und der Lifestyle, von dem so oft geredet wird, basiert auf einer Art Kreislauf. Und der nur funktioniert nur, wenn alle Parteien zusammenspielen. Von Skateboardern für Skateboarder funktioniert schließlich in beide Richtungen. Was du daraus machst, bleibt selbstverständlich dir überlassen.

Übrigens: falls es dir rein um den Preis der Boards geht, besteht immer die Möglichkeit ein preiswertes Deck für unter 50 Tacken zu schießen, oder im Sale vorbeizuschauen!

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