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August 2019
2019-08-12T20:04:32+02:00

Wir haben das Powell-Peralta 243 Flight-Deck mit Fieberglas-Verstärkungen getestet. Kann das Deck die hohen Erwartungen an die versprochene Haltbarkeit wirklich erfüllen?

Powell-Peralta Flight Deck First Look

Für diesen Wear Test konnte ich das Powell-Peralta Flight 243 Shape 8.25” Deck skaten, um zu sehen, ob es wirklich haltbarer ist als normale 7-Ply Decks. Bevor ich das erste mal auf diesem Deck stand, habe ich mir jede Menge Infos zu der “Flight Deck”-Konstruktion geholt. Meine Erwartungen waren also entsprechend hoch.

Erster Eindruck

Ich habe mich für das 243er Shape entschieden, da ich viel Street & Park skate. Als Erstes fiel mir auf, wie dünn das Deck ist. Powell-Peralta selbst sagen, dass es so dünn wie dein Telefon ist; und das stimmt, sofern du nicht gerade das Nokia 3310 benutzt. Das Concave des Decks fällt sehr gut aus, wenn du gerne ein höheres Concave skatest.

Auf den ersten Blick lässt das einen guten Flick vermuten. Das Top-Layer des Decks ist aus Fieberglas gefertigt, welches an den Achsen sogar nochmal verstärkt wurde. Powell-Peralta geben an, dass das Deck dadurch stabiler sein soll als ein normales 7-Ply Deck. Allein die Grafik hätte etwas kreativer ausfallen können, aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache – andere Shapes haben etwas ausgefallenere Designs.

Erste Session

Die ersten zehn Minuten auf dem Deck fühlten sich ungewohnt an. Das Shape unterscheidet sich etwas von denen regulärer 7-Ply Decks, die ich sonst skate. Sowohl Nose als auch Tail sind zwar relativ normal, doch an den Wheels und der Wölbung des Concave ist das Deck etwas breiter als üblich.

Der Eindruck kann aber auch am vergleichsweise hohen Concave liegen. Laut Powell-Peralta bietet das Deck einen stärkeren Rebound und damit mehr Pop, was folglich in höheren Ollies resultieren soll. Da aber fast alle neuen Decks einen guten Pop haben, kann ich hier noch nicht viel dazu sagen. Nach gut zehn Minuten hatte ich mich an das Deck gewöhnt und bin noch einige Stunden geskatet.

Shape & Concave

Wie schon eingangs erwähnt, kommen mir Shape & Concave des Decks wirklich entgegen. Als Street & Park Skater bin ich meistens auf Rails, Ledges, Curbs und Manual Pads unterwegs. Ab und an skate ich aber auch gern Transitions. Das Deck fühlt sich in all den Bereichen großartig an. Wenn du aber hauptsächlich in Mini Ramps & Bowls unterwegs bist, empfehle ich ein breiteres Shape zu wählen.

Besonders das Concave fühlt sich wirklich gut an. Es wird als Medium Concave angegeben, liegt meiner Meinung nach aber irgendwo zwischen normal und hoch. Auch mit verschiedenen Schuhen fühlte sich der Flick immer gut an, was definitiv an dem sehr gut geformten Concave liegt.

Ist es wirklich stärker? | Das Powell-Peralta Flight Tech Deck

Ich bin das Powell-Peralta Flight 243 Shape 8.25” Deck rund 30 Stunden geskatet. Um dir einen guten Einblick zu geben, wie sich das Deck geschlagen hat, hab ich alle 10 Stunden mein Feedback festgehalten.

10 Stunden

Nach den ersten Sessions war ich überzeugt, dass das Deck nicht so schnell brechen würde. Die Grafik hingegen war schon so gut wie verschwunden. Ich bin schon zuvor einige Decks mit Fieberglas-Inlays geskatet und hatte häufig das Gefühl, dass diese nach einer Weile weich werden und an Pop verlieren. Nach den ersten Sessions mit dem Powell-Peralta Flight Deck hatte ich das Problem nicht und das Deck behielt seine Steifigkeit.

Rebound und Pop waren noch immer sehr stark und ich konnte problemlos höhere Ollies ziehen. Nach rund 10 Stunden bemerkte ich, dass das Tail deutlich an Material verloren hatte und dünn geworden ist. Normalerweise führt das zu einem spitzen Tail, wodurch das Deck ebenfalls an Pop verliert.

Powell-Peralta Flight Deck 10 hours

20 Stunden

Nach einigen weiteren Stunden zeigte sich das Deck noch immer standhaft. Auch wenn das Tail immer dünner geworden ist, hat das den Pop des Decks nicht negativ beeinflusst. Doch aufgrund des generell dünneren Decks bekommt man bei diesem Decks leider schneller ein scharfes, spitzes Tail als bei normalen Decks. Shape & Concave waren weiterhin einwandfrei.

Powell-Peralta Flight Deck 20 hours

30 Stunden

In den letzten Stunden des Tests habe ich versucht, dem Deck eine möglichst schwere Zeit zu machen. Entsprechend versuchte ich mich an hohen Distasters in der Transition und Lipslides auf Rails – eben Tricks, bei denen gern mal das Deck bricht und seine Ausdauer verliert. Nach 30 Stunden bog sich das Deck zwar etwas mehr, doch es schien nicht, als würde es bald brechen wollen. Lediglich das Tail war mittlerweile extrem spitz, doch der Pop war noch immer da. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dieses Deck mehr aushält, als ein normales 7-Ply-Deck.

Zusammenfassung

Das Powell-Peralta Flight Deck ist tatsächlich so dünn wie dein Telefon und punktet dank der modernen Materialien und der Verstärkungen an den Achsen mit langer Haltbarkeit. Das Concave ist sehr gut verarbeitet und liegt irgendwo zwischen normal und hoch, wodurch es viel Flick bietet und sich gut skaten lässt.

Vorteile Nachteile
Shape & Concave Hoher Preis
Dünn & leicht Dünnes, spitzes Tail
Stark & haltbar

An den Pop muss man sich anfangs etwas gewöhnen, was aber bei neuen Decks nicht selten der Fall ist. Auch nach dem 30-stündigen Test hatte das Deck noch immer ordentlich Pop und es machte nicht den Anschein als würde sich das bald ändern. Das Einzige was mich etwas beschäftigt hat, war das durch den Verschleiß sehr spitz gewordene Tail. Durch das an sich schon dünne Material fühlt sich das Tail vergleichsweise schnell wie eine Rasierklinge an. Der Pop hingegen hielt bis zum Schluss und ich kann das Powell-Peralta Flight Deck definitiv empfehlen. Auch wenn das Deck etwas teurer ist, hält es im Vergleich zu normalen 7-Ply Decks deutlich länger.

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